nun wirds ernst mit alleine wohnen, neue wohnung in schchuna hatikva, multikulti area, durchschnittsalter 60+, nachbar mit schönem ganzkörperpyama in weiss, "Wenn du was brauchst, sags mir, ich wohne allein", freundlicher empfang, laute klemtzer und sonne bis um vier. das dritte zuhause in dieser verrückten stadt, nach halbzeit zeit quartier zu wechseln, perspektive zu wechseln, im östlichen winkeln nun. Was soll schon Tel Aviv, eine Bubble und ich bin mir dessen bewusst, auch Jerusalem wäre eine option gewesen, warum nicht in der halbzeit zur abwechslung zum zeitvertreib jerusalem ausprobieren? ein gedankenspiel und ein reiz, bleibe aber wo ich bin in der bubble.
stammtisch. deutscher stammtisch jeden mittwoch abend, 22h im oktoberpub. israelis lernen deutsch, deutsche volontäre suchen ihres gleichen. einzige schweizerin, "oh einen schweizer akzent, das höre ich endlich zum erstenmal!" bleibe lange und diskutiere mit einem musiker über seinen militäreinsatz. 3 jahre seines lebens hat er im panzer verbracht. fuhr neben schulkindern her, wurde beschossen am checkpoint, gerade als der pizzamann endlich kam, sureales überlebensgame, meist wiederholter satz "ich habe nie mit schiessen angefangen". um 2h wurde es zu emotional.
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| protestgraffiti in Hebron |