Freitag, 27. August 2010

Ankunft in Tel Aviv


Erstes Lebenszeichen meinerseits.
Schon einen Monat ists her, wo ich mit Sack und Pack morgens um 5h mitten in Tel Aviv stand, ein dunkles Treppenhaus hochsteige und Adi vorfinde, in Unterhose völlig verpennt, ja ich bin am richtigen Ort und habe ein Bettchen vorgefunden. Die Wohnung war noch etwas im Umbau, es gab in meinem Zimmerchen (2x2m) noch kein Fenster, also habe ich die erste Woche auf der Dachterrasse geschlafen, teils die Matratze mit Adis philippinischer Freundin geteilt.. Dann nach zwei Wochen hat er ein riesiges Loch in meine Zimmerwand gebrochen und zum Vorschein kam ein süsser Balkon und viel "frische", sehr feuchte Tel Aviver Luft. Noch immer versuche ich mich an das heisse, feuchte Klima zu gewöhnen, viermal am Tag duschen oder den ganzen Tag in der klimatisierten Bibliothek frieren?

Seit drei Wochen bin ich jetzt im Ulpan und büffle Hebräischverben, die hören sich alle gleich an!!, so langsam krame ich meine trockene Grammatik hervor und kann sie auf der Strasse anwenden, ich versuche bei jeder Gelegenheit hebräisch zu palafern.. Die Israelis sind oft irritiert, können mich nicht wirklich einer Nationalität zuordnen, zu perfekt sitzt das ccchhh in meinem Rachen;) Ansonsten muss ich meine Ellenbogen ihr intensiv einsetzen, Geduld ist hier ein Fremdwort und Schlange stehen kennt auch keiner, jeder will sein Busticket als erster, Platz hat es sowieso genug und der Chauffeur ist nicht gerade der attraktivste, die Strassen sind lebensgefährlich, kein Wunder fahren alle Velos auf dem Trottoir, als Fussgänger muss man da auf der Hut sein. Wenn du dann endlich deinen Falafel bestellen kannst, sind sie äusserst witzig und gut drauf. An Schabat sind wirklich ALLE am Strand, die Strassen sind leer, die Läden zu, da kann man nichts anderes machen als sich erholen, ausruhen und sich grillen lassen!

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